Kleine Eindrücke von großen, im Innern haftenden Erlebnissen
Man hat mich einmal gefragt, ob das Fotografieren mit der Zeit nicht langweilig werde.
Eine Frage, die weniger über die Fotografie erzählt – als über den, der sie stellt.
Langweilig wird nur, was man abhakt.
Was man ohne Herzblut tut.
Was man sammelt, statt es zu erleben.
Fotografie ist für mich kein Ziel, kein Katalog, kein Beweis.
Sie ist ein Weg.
Ich glaube, ich bin von Natur aus neugierig.
Jeder Tag trägt die Verheißung des Unbekannten in sich.
Nur das Neue kann den Horizont weiten, nur das Fremde macht den Blick weiter.
Und jeder Tellerrand ist für mich kein Ende, sondern eine Einladung.
Der Teller der Fotografie jedoch ist so groß, dass ich seinen Rand – selbst nach all den Jahren – noch nie gesehen habe.
Die Fotografie gibt mir vieles.
Sie treibt mich an und hält mich zugleich.
Sie schenkt mir Freude – und Erdung im ganz normalen Wahnsinn.
Manchmal auch nichts weiter als stille Glückszustände.
Dabei spreche ich nicht von Technik.
Nicht von Kameras, Objektiven oder Einstellungen.
Ich spreche von dem Weg, den man geht, bevor ein Bild entsteht.
Von dem Innehalten.
Vom Wahrnehmen.
Vom Dasein.
Diese Erlebnisse sind das Wesentliche.
Sie sind groß, tief und bleiben.
Sie sind der eigentliche Grund, warum ich den Auslöser drücke.
Diese Triebfeder habe ich auch bei vielen Teilnehmern gespürt – leise, ehrlich, echt.
Im Jahr 2025 gab es für mich unzählige solcher Momente.
Momente, aus denen Erlebnisse wurden.
Erlebnisse, aus denen Geschichten entstanden.
Geschichten, die erzählt werden wollen.
Die weitergetragen werden müssen.
Doch da heute kaum noch jemand liest, zeige ich hier nur das Ende jeder Geschichte: das Bild.
Die Wege dorthin, die Stille, das Staunen –
sie warten auf den Fotoreisen.
Viel Freude beim Schauen
Uwe